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Blaugenick-

Sperlingspapageien

Forpus coelestis

(Pacific Parrotlets)

Blaugenick-Sperlingspapagei Hahn
 
Diese wunderschönen kleinen frechen Vögel werden von mir vom Februar 1996 bis Dezember 1998 gehalten. Sie sind äußerst verspielt und nur in Paaren haltbar. Sie sind sehr viel leiser als Wellensittiche und brauchen nicht viel Platz zum Fliegen. Allerdings ist ein großer Käfig mit vielen Spielmöglichkeiten und Naturästen anzuraten. Meine Sperlingspapageien lebten in einer selbst gebauten Zimmervoliere (100 cm breit, 80 cm tief, 200 cm hoch). Vom Boden bis zur Decke geht ein großer Ast mit kleineren Zweigen zur Seite. Auf halber Höhe befindet sich ein 30 cm x 40 cm großer Futtertisch. Zur Zucht verwendete ich einen normalen rechteckigen Käfig (55 cm breit, 30 cm tief, 40 cm hoch) mit außen hängendem Wellensittich-Nistkasten (23 cm breit, 15 cm tief, 15 cm hoch).
Als Futter wird normales Sittichfutter ohne Sonnenblumenkerne, rote Kolbenhirse und gelegentlich Obst und Gemüse gegeben. Sonnenblumenkerne bekamen bei mir nur die Jungvögel und die Paare während und vor der Brut, da die Vögel sonst nur Sonnenblumenkerne fressen und somit zu stark verfetten. Während der Brut und zur Jungvogelaufzucht werden gekeimte Sonnenblumenkerne mit Vitakalk bzw. Aufzuchtfutter gefüttert. Obst wird kaum gefressen, aber liebend gerne zerlegt. Ein großer Apfel wird von vier Sperlingspapageien innerhalb einer Viertelstunde in schnabelgerechte Stücke zerlegt und sauber im Käfig verteilt. Außdem steht immer eine Sepiaschale oder ein Kalkstein zur Verfügung, woran auch häufig gefressen wird. Sehr gerne knabbern sie auch an frischen Ästen von Weide und Obstbäumen.
Eine Vergesellschaftung mit z.B. Wellensittichen ist zwar möglich, aber immer gefährlich, da die kleinen Papageien besonders zur Brutzeit aggressiv sein können. Das hat unser Wellensittich Ernie zu spüren bekommen. Mit einem schnellen Biß hat ihm ein Sperlingspapagei den Oberschenkel gebrochen und auch Nerven durchtrennt. Die Wunde hat stark geblutet, und das Bein mußte 2 Wochen ruhig gestellt werden. Nun heißt er "Hinke Ernie", da er eine Zeit lang zwar das Bein als Stütze verwenden aber mit dem einen Fuß nicht richtig zugreifen konnte. Nach inzwischen einem halben Jahr ist kaum noch etwas von der Verletzung zu bemerken.

Ich kann diese süßen Vögel nur jedem empfehlen, der mal was anderes als Wellensittiche, Zebrafinken und Kanarien halten möchte. Einzeln gehalten und mit der Hand aufgezogen, werden die Vögel sehr zahm. Allerdings ist die Einzelhaltung Tierquälerei und die Handaufzucht nicht artgerecht. Wer sich viel mit seinen Sperlingspapageien beschäftigt, hat auch ohne dies bald zutrauliche Hausgenossen.

Für die Zucht sollte ausreichend Platz zur Verfügung stehen, da die Paare einzeln gehalten werden müssen und auch die Jungvögel untereinander streitsüchtig sind. Zuletzt hatte ich 12 Jungvögel und das alte Zuchtpaar. Bei einer solchen Menge ist die Haltung im Wohnbereich nicht mehr zu empfehlen, da die Vöegel dann doch recht laut sind.

Auf der AZ-Bundesschau 1998 in Kassel konnte ich bei drei ausgestellten Jungvögeln jeweils eine Silbermedaille bei den Hähnen und eine bei den Hennen gewinnen. Dies ist bei der Anzahl von 24 ausgestellten Vögeln je Schauklasse ein hervorragender Erfolg, wenn ich daran denke, daß ich nur 12 Jungvögel bei meinem eingeschränkten Platz gezogen habe.

Literaturtips:


Weitere ausführliche Informationen gibt es unter folgenden Links:

Kai Alexanders Vogelseite

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seit 17.10.1999
© KAQ, 19.07.1998

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