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Eigenbau

eines

Vogelkäfigs

Käfig mit Socke auf dem Schrank.
 
Der Käfigbau wurde aus verschiedenen Gründen notwendig. Die Blaugenick-Sperlingspapageien vertrugen sich nicht mit unseren Wellensittichen. So mußten die Wellensittiche aus der Voliere ausziehen. Ein kleiner Käfig aus dem Handel kam nicht in Frage, da die Wellensittiche zwar häufig Freiflug genießen, aber, während wir nicht da sind, im Käfig sitzen. Außerdem sollte der Käfig auch die Möglichkeit bieten, als Zuchtkäfig zu dienen.
 
So ergaben sich folgende Kriterien für die Verwirklichung: 
  • geräumig genug, um als Dauerwohnung mit gelegentlichem Freiflug für zwei Wellensittiche auszureichen.
  • leichte Füttermöglichkeit
  • leichte Reinigung
  • "Umbau" als Zuchtkäfig möglich
  • geringe Verschmutzung der Käfigumgebung
  • Beschäftigung der Insassen durch "Spielzeug"
  • Aufteilungsmöglichkeit in zwei Hälften
  • großer Ein-/Ausgang für Freiflüge
  • Ausnutzung des maximal möglichen Platzes: 100 cm breit x 50 cm tief x 70 cm hoch
Rechte Inneneinrichtung des Käfigs
 
Folgende "Zutaten" wurden für den Rohbau verwendet: Nach dem Bekleben der Platten wurden Löcher für die Schrauben vorgebohrt, in jeder Ecke eine Schraube und in der Mitte vorne und hinten noch einmal jeweils zwei für die Mittelstützen, zwischen die die Trennwand eingeschoben werden kann. Dann wurden die 8 Stützen an Decke und Boden festgeschraubt so, daß das Gerüst fertig war. Anschließend wurden die Rückwand und die Seitenteile wieder mit Schrauben befestigt. Wichtig ist bei den Plastikplatten für die Seiten die Schraublöcher vorzubohren, da das Plastik sonst bricht. Bis auf Türen und Klappen ist der Rohbau fertig.
 
Die Kanthölzer für die Türen und Klappen werden auf Gehrung geschnitten und dann verleimt. Die Klappen haben eine Höhe von 24,5 cm und die Türen von 44,5 cm. Ich habe jeweils links und rechts eine Klappe und eine Tür, damit bei der Aufteilung des Käfigs in zwei Abteile diese getrennt geöffnet werden könne. Außerdem ist eine große Klappe bzw. eine große Tür zu unhandlich. Der Draht wurde auf der Tür mit einem 8 mm Tacker befestigt. Das Plastik der Klappen wurde wieder mit Schrauben befestigt. Auch hier gilt es, die Löcher vorzubohren. Bevor jedoch das Plastik auf die Klappen kam, habe ich die Scharniere befestigt. Die Scharniere für die Klappen wurden an der Bodenplatte befestigt. Damit die Scharniere beim Öffnen der Klappen nicht rausreißen, wurden sie mit einer Paketschnur gesichert, so daß sie nur bis zur Waagerechten geöffnet werden können. Die Spalten zwischen Klappen und Rahmen wurden mit Isoband auf den Klappen abgedichtet, damit kein Dreck heraus fallen kann. 
Die Türen wurden links und rechts mit jeweils zwei Scharnieren befestigt. 
Als Schlösser dient für die Türen und Klappen jeweils ein rechtwinkliger Schraubhaken. Damit die Haken sich leicht drehen lassen, wurden die Löcher etwas vorgebohrt.
Käfig rechts ganz geöffnet und links zu.
 
Um das Einnisten von Vogelmilben und Ungeziefer zu vermeiden, wurden innen alle Ritzen mit normalem Holzleim abgedichtet. Außerdem wurden vorne Holzleisten angebracht, die verhindern, daß das Buchenholzgranulat als Einstreu beim Öffnen der Klappen nicht heraus fällt.
 
Komplett geöffneter Käfig
 
Da die Vögel häufigen Freiflug im Zimmer geniessen, wurde der Käfig so eingerichtet, daß die Vögel zwar nicht gut darin fliegen können, was bei einem Meter eh nicht funktioniert, sondern Abwechslung bietet. Die Stangen sollten so dick sein, daß die Vögel sie nicht mit dem Fuß umfassen können, wie dies bei Käfigen aus dem Handel immer der Fall ist, damit die Krallen nicht zu lang werden. Außerdem sollten die Stangen nicht fest sein, um die Beinmuskulatur und den Gleichgewichtssinn zu trainieren. 
Somit wurden vier Holzleisten an der Decke befestigt, in die Ösen eingeschraubt wurden. Durch diese Ösen wurden dann vier Sisalschnüre (einfache Wäscheleine) gezogen. An diesen wurden mit Polsternägeln Korkenzieherweidenäste befestigt. Außerdem wurden links und rechts jeweils noch einen Schaukel und ein Ring befestigt. 
 
 
Da der Käfig besonders im Winter recht dunkel steht, habe ich eine 8 Watt Neonröhre mit Gehäuse eingebracht. Diese wird über eine Zeitschaltuhr gesteuert, geht morgens um 6:30 Uhr zur Fütterung an, ist über mittag aus und brennt abends bis ca. 22:00 Uhr. Da das nebenstehende Aquarium länger beleuchtet ist, wird es beim Lichtausgehen nicht abrupt dunkel. 

Unsere beiden Wellensittiche fühlen sich im Käfig sehr wohl. Da ich für den Freiflug immer eine oder beide Seiten komplett öffne, haben die Vögel keine Probleme aus bzw. in den Käfig zu fliegen. 

Socke im Käfig
 
 
Ernie auf dem Spielplatz :-)
 
Damit die beiden Wellensittiche beim Freiflug auch einen Anlaufpunkt haben, habe ich aus Resten einen Spielplatz mit Weidenzweigen und einer Leiter gebaut.
Ernie auf dem Spielplatz :-)
 
Ernie sitzt allerdings lieber auf der Efeutute über dem Drucker und läßt dort seine Verdauungsreste fallen.
Ernie auf seinem Lieblingsplatz über dem Drucker :-(
 
Ich hoffe, daß ich mit meinen Ausführungen einige Tips geben konnte. Wer weitere Fragen hat, schickt mir einfach eine Mail an KAQ@kaq.de. Für jemand, der eine Voliere bauen möchte, habe ich auch meine Erfahrungen mit dem Eigenbau einer Voliere niedergeschrieben.

Kai Alexanders Vogelseite

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